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Photography

Wie baut man eine erfolgreiche Karriere in der Fotobranche auf?

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This post is part of a series called Freelance Photography.
Making the Jump: Is Freelance Professional Photography Right for You?

German (Deutsch) translation by Elisabeth Prott (you can also view the original English article)

Wie werde ich ein professioneller Fotograf? Das ist eine Frage, die ich als Redakteur dieser Rubrik oft höre.

Die Arbeit als Fotograf ist nicht mehr wie früher. Es gibt mehr Herausforderungen, die Margen sind gering und der Wettbewerb ist stark. Den Lebensunterhalt mit Fotografie zu bestreiten ist immer noch möglich, aber die Wege zu einer langfristigen Karriere sind nicht mehr so direkt wie früher.

In diesem Tutorial werden wir einige Vorstellungen über die Arbeit als Fotograf, die sich hartnäckig halten, widerlegen. Wir sehen uns an, wie sich die Fotoindustrie verändert hat und Sie werden lernen wie Sie eine realisierbare Laufbahn bei der heutigen Wirtschaftslage planen können.

Ich möchte, dass Sie eine zukunftsfähige Karriere aufbauen. Jeder Job bringt Stress und Ängste mit sich, aber die Arbeit als Fotograf sollte Ihnen grundsätzlich Freude und Anerkennung bringen. Warum sollte man das sonst machen? Wie werden drei Kernpunkte für eine zukunftsfähige Fotopraxis erläutern: wie man die Kosten reduziert, wie man Ressourcen aufbaut und wie man Einnahmen erzielt. Außerdem erhalten Sie eine ausführliche Anleitung, wie Sie nachhaltige Entscheidungen für Ihre Zukunft treffen können.

Illustration of a cedar tree

Die alte Fotografie ist tot, lang lebe die neue Fotografie!

Früher gab es erhebliche technische und finanzielle Hürden, um Fotograf zu werden. Fast alle diese Hürden gibt es nicht mehr.

Über viele Jahre hinweg konnte eine relativ kleine Anzahl an Fotografen eine ansehnliche Bezahlung für ihre Arbeit verlangen, weil sie über gute Kenntnisse, teure Kameras oder beides verfügten. Und dann kamen die professionellen DSLR Kameras auf den Markt, die eine Welle großer Veränderungen für die Fotoindustrie mit sich brachten.

Das Problem der endlosen Reihe

Als gute DSLR Kameras auf den Markt kamen, begannen alle möglichen Leute, einschließlich mir, die Dienste als Fotograf zu günstigen Preisen anzubieten. Die Kunden haben daraus schnell ihren Vorteil gezogen. Mit all diesen neuen Fotografen konnten die Kunden das Argument der „endlosen Reihe“ sehr effektiv ausnutzen. Das Argument lautet ungefähr so:

Wenn Sie, Joe Fotograf, den Auftrag nicht für den Preis von xy $ erledigen wollen, gibt es eine endlose Reihe von Fotografen die das tun werden. Ihre Arbeit wird vielleicht nicht ganz der ihren entsprechen, aber sie wird gut genug sein. Den Weg nach draußen finden Sie sicherlich alleine.“ 

Die Kunden haben natürlich schon immer versucht dieses Argument anzubringen, aber das Problem war, dass die Reihe der Fotografen zum ersten Mal wirklich endlos war. Die erste Generation der geborenen Digitalfotografen hatte vielleicht nicht das gleiche Maß an Erfahrung, und sie hatten vielleicht nicht das gleiche Niveau an Fähigkeiten, aber für viele Kunden waren sie zunehmend gut genug und billig.

Globalisierung

Ungefähr zur gleichen Zeit gingen die Unternehmen für Stockfotografie online (das begann in den späten 90igern und nahm Anfang der 2000er stark zu). Dies schuf einen globalen Markt für digitale Bilder, der kurzfristig neue Möglichkeiten eröffnete aber letztendlich den Wert der einst wertvollen Fotoarchive der etablierten Fotografen verringerte.

Und dann begann in den Industrienationen eine neue Ära der Stagnation und Sparpolitik. Auftragsfotografie ist teuer und der Preis fast immer eine Ermessenssache. Menschen mit knappen Budgets begannen nach Alternativen zu suchen: Sie fotografierten selbst oder benutzten einfach Fotos aus dem Internet.

Fotografie als Ware

So sieht es heutzutage aus. Fotografen arbeiten in einem hart umkämpften globalen Markt.

Digitalisierung und Globalisierung haben zwar die Auswahlmöglichkeiten für die Konsumenten stark verbessert, aber sie haben die Vielfalt der Möglichkeiten für Fotografen deutlich reduziert. Bis auf wenige Ausnahmen gibt es jetzt keinen wirklichen wirtschaftlichen Vorteil mehr, wenn man ein besserer Fotograf ist als die Konkurrenz. Bei der Arbeit für die heutigen Märkte geht es nicht um Qualität, sondern um Quantität. Die Kunden haben nun die Auswahl aus sehr vielen Fotografen mit mehr oder weniger identischen Angeboten. Geld zu verdienen bedeutet, Fotos so effizient wie möglich zu produzieren.

Ausnahmen von dieser Regel existieren noch in Teilen der Fotobranche, die immer noch eine hohe Zugangsbarriere haben, wie die High Fashion und Werbefotografie (konzentriert in einigen bestimmten Städten), die High-End Hochzeitsfotografie (ein sehr hohes Maß an Kundenservice) oder bestimmte Arten von Kunst-, Redaktions- und Dokumentarfotografie (hohe Zugangsbarrieren durch professionelle Kuratoren und Bildredakteure). Eine weitere Ausnahme ist, wenn man berühmt ist, wobei das für die meisten kein realistischer Karriereplan ist.

Fotografie ist eine Berufung, kein Beruf

Fotografen knirschten mit den Zähnen als die festen Stellen für Fotografen bei den Zeitungen verschwanden und unabhängige Fotostudios in Garagen und Keller eröffneten. Heutzutage ist es frustrierend, wenn man versucht mit Fotografieren ein gutes Leben zu führen, besonders wenn Filmausrüstung im Wert von Zehntausenden von Dollar auf dem Dachboden ungenutzt herumliegt.

Ich denke, dass es wichtig ist nach vorne zu sehen und der Realität ins Auge zu blicken. Die aufregenden Tage der Fotografie sind vorbei – es ist Zeit weiterzumachen. Die Sache ist die, dass die Fotografie nie ein richtiger Beruf war und es auch nie sein würde. Wir brauchen eigentlich keine professionellen Fotografen, zumindest nicht so wie wir professionelle Ärzte, Anwälte und Installateure brauchen.

Die Fotografie erobert die Welt

Jedenfalls waren diese Veränderungen wenn auch nicht unvermeidlich, so doch sehr wahrscheinlich. Die Geschichte unseres jungen und sich entwickelnden Mediums geht in Richtung Aufgeschlossenheit und Öffnung und die Geschichte der Fotografie beinhaltet viele Beispiele technologischen Wandels, die die Kameras aus den Händen von einigen wenigen in die Hände von vielen gelegt haben. Auf lange Sicht ist diese Entwicklung gut für die Fotografie, die Kunst und die Welt. Ich denke, die digitale Fotografie hat uns der Realisierung des wahren Potenzials der Fotografie als zugängliches, demokratisches Medium näher gebracht.

Und ist Ihnen schon mal aufgefallen, wie oft das Fotografieren für viele andere Berufe eine begehrte Qualifikation ist? Die Fotografie ist nicht mehr die geschützte Domäne von Technikern und Künstlern: Sie ist überall! Viel mehr Menschen leben heute von der Fotografie als es zuvor professionelle Fotografen gab.

Gut, aber was bedeutet das nun? Was ist wenn Sie heutzutage als junger Mensch neugierig darauf sind mit der Kamera Geld zu verdienen? Während es noch immer einige professionelle Fotografen im Angestelltenverhältnis, Fotostudios und freiberufliche Fotografen gibt, liegen die wirklichen Möglichkeiten anderswo. Den Lebensunterhalt in der Fotografie zu verdienen bedeutet heute zunehmend, die Fotografie als eine übertragbare Fähigkeit zu betrachten: sie ist etwas, das man tut, nicht jemand, der man ist. Der Einstieg erfordert einen soliden Plan, die Kontrolle über Ihre Ausgaben und verschiedene Einnahmequellen.

Bevor Sie beginnen, machen Sie eine Selbstinventur

Bevor Sie loslegen, fragen Sie sich, warum Sie dieses Leben wollen. Was motiviert Sie?

Warum wollen Sie für Geld fotografieren? Als Geschäftsmöglichkeit ist es bestenfalls ein riskanter Vorschlag. Denken Sie darüber nach was ihre Ziele sind. Die Fotografie als Job auszuüben sollte eine zukunftsfähiges Unterfangen sein mit klaren Zielen und nicht ein Projekt aus Leidenschaft.

Sie arbeiten gerne mit Menschen zusammen, um visuelle Herausforderungen zu lösen? Sie erleben gerne Abenteuer? Oder wollen Sie sich auf eine besondere Weise mit der Welt verbinden? Gibt Ihnen das Betrachten Ihrer Arbeiten auf Plakaten, in Magazinen oder an Galeriewänden ein Gefühl der Selbstverwirklichung? Dafür muss man kein Berufsfotograf sein. Wenn die Fotografie ihre Leidenschaft ist, dann belassen Sie es dabei. Nehmen sie ihre Kunst und sich selbst ernst, aber ersparen Sie sich die Kopfschmerzen bei der Jagd nach Kunden. Es ist absolut nichts falsch daran, ein Amateurfotograf zu sein.

Wenn Sie nach Ihrer Selbstanalyse immer noch den Weg als professioneller Fotograf anstreben, ist die nächste Frage, ob dieser Weg realisierbar ist. Welches Kapital oder welches vorhandene Vermögen besitzen Sie? Können Sie sich die Kameraausrüstung leisten, die Sie für ihre Arbeit benötigen? Haben Sie die Zeit einen Kundenkreis aufzubauen und zu betreuen?  Benötigen Sie Lehrgänge, um Ihre Fähigkeiten zu verbessern? Und vor allem, wie lange reicht Ihr vorhandenes Geld?  

Deshalb fragen Sie sich ehrlich bevor Sie anfangen, ob Sie das wirklich wollen und ob es eine realistische Verdienstmöglichkeit ist.

Bereiten Sie sich auf ein Jahrzehnt des Fotografierens vor.

Ich habe nichts davon getan, ich bin einfach so da reingerutscht. Ich habe in einem Fotolabor gearbeitet und gedacht, dass es toll wäre mit der Kamera zu arbeiten. Im Großen und Ganzen hat es funktioniert, und ich liebe es immer noch als Fotograf zu arbeiten, aber mein Weg war viel weniger geradlinig, als er hätte sein können. Ich habe sicherlich auf meinem Weg einige unschöne Momente erlebt, die ich wahrscheinlich hätte vermeiden können, wäre ich nicht so blauäugig an die Sache herangegangen.

Ich habe jedoch schon früh eine grundlegende Weisheit gelernt wofür ich immer dankbar sein werde: es dauert zehn Jahre bis man ein Business mit Fotografieren aufgebaut hat von dem man Leben kann.

Deshalb ist die letzte Frage der Selbstanalyse die wichtigste: sind Sie wirklich daran interessiert und bereit die nächsten zehn Jahre an diesem Projekt zu arbeiten?

Im nächsten Abschnitt dieses Tutorials geht es darum, wie Sie Ihre Fotopraxis am Laufen halten können, während Sie sie langsam zur Selbständigkeit entwickeln.

Illustration of a chestnut tree

Reduzieren Sie Ihre Ausgaben: Leben Sie innerhalb Ihrer Möglichkeiten

Eine tragfähige Karriere in der Fotografie beginnt mit der günstigsten Wohnung, die Sie finden können. Ich kann das nicht genug betonen. Die Auftragslage in der Fotobranche ist bekanntermaßen schwankend. Binden Sie sich keine Wohnung ans Bein, in die Sie viel ihres hartverdienten Geldes investieren müssen. Geraten Sie nicht in die Situation in der Sie zwischen der Miete und ihrer Kamera wählen müssen.

Eine gute Faustregel ist es, etwa 30 Prozent des Einkommens für eine Wohnung  auszugeben. Leider befinden sich viele Städte inmitten einer absurden Immobilienblase.

Es gibt keinen einzigen Staat (in den Vereinigten Staaten), in dem ein Vollzeitbeschäftigter, der den Mindestlohn verdient, eine marktübliche Ein-Zimmer-Wohnung für 30 Prozent oder weniger seines Einkommens mieten kann, so die National Low Income Housing Coalition. - The New York Times

Bedenken Sie, dass es keine Garantie dafür gibt, dass Sie als freiberuflicher Fotograf mehr als einen Mindestlohn verdienen, vor allem nicht, wenn Sie anfangen. Es ist tatsächlich wahrscheinlich, dass Sie zwischenzeitlich mehr Stunden arbeiten als im normalen Vollzeitjob aber weniger als den Mindestlohn verdienen.

Ziehen Sie nicht nach San Francisco, New York, London, Vancouver, Melbourne oder an einen anderen Ort, wo das Verhältnis von Miete zu Einkommen komplett aus dem Gleichgewicht ist. Diese Städte locken viele Kreative an, aber sie können schnell zu einer Spirale aus Schulden und Abhängigkeit führen. Wenn Sie bereits in einer dieser Städte leben, denken Sie darüber nach, in eine weniger coole und finanziell erschwinglichere Gegend zu ziehen.

Passen Sie Ihre Erwartungen an

Sie werden kein Vermögen verdienen. Die Überbrückung von Einkommenslücken bedeutet in der Regel, andere Dinge zu opfern, wie Freizeit, Ausgehen oder die tolle neue Kamera. Verzichten Sie auf Bier und Zigaretten, nehmen Sie den Bus und suchen Sie sich einen Mitbewohner. Investieren Sie Ihr Geld stattdessen in Kameraobjektive und sparen Sie das Geld, um sich über Wasser zu halten, wenn Sie keine Aufträge bekommen.

Machen Sie sich außerdem klar, dass die Arbeit als Fotograf kein immerwährendes Abenteuer ist, so wie es auf Instagram darstellt wird. Der Großteil der Arbeit ist kein bisschen glamourös. Freiberufliche Fotografen verbringen etwa die Hälfte ihrer Zeit mit der Gewinnung neuer Kunden und der Pflege ihrer Kunden. In der Praxis müssen alle Fotografen eine Menge Papierkram erledigen.

Seien Sie ein Geizhals

Ein ganz einfacher Tipp: lassen Sie sich nicht von ihrem Ego zum Geld ausgeben verleiten.

Fotografen vergleichen gerne ihre Kameras, das ist auch vollkommen in Ordnung, aber lassen Sie sich nicht dazu verleiten immer der Beste sein zu wollen. Sie machen die Fotos, nicht die Kamera.

Leihen Sie sich die Ausrüstung aus, wenn es möglich ist und wenn Sie etwas kaufen müssen, dann nehmen Sie immer die zuverlässigste und  günstigste Ausrüstung, die Sie finden können. Wenn Sie spezielle Ausrüstung kaufen müssen, versuchen Sie, nicht die neueste und beste zu kaufen. Sehen Sie sich stattdessen die vorherige Generation an. Die Verbesserungen sind heutzutage nicht mehr grundlegend, sondern nur noch marginal. Es ist sehr wahrscheinlich, dass ältere Modelle gut genug sind für ihre Arbeit. Manuelle Fokussierlinsen sind preiswert und ausgezeichnet. Sie können eine Vollformatkamera preiswerter erstehen als Sie vielleicht denken. Mit einer guter Technik können Sie viele Probleme vermeiden und Software kann den Rest beheben.

Wie man mit der Fotografie Geld verdient

Es ist an der Zeit über Geld zu reden. Her mit der Kohle! Es gibt folgende drei Möglichkeiten als Fotograf  Geld zu verdienen:

  1. Verdienen Sie ein Gehalt
  2. Nutzen Sie Ihr Kapital
  3. Stipendien und Fördermittel

Verdienen Sie ein Gehalt: Benutzen Sie Ihre Fähigkeiten, um einen Job zu bekommen.

Erinnern Sie sich, als ich sagte, dass neue Fotografen den Markt überflutet haben? Sie kamen aus anderen Jobs, bevor sie anfingen zu fotografieren. Sie können die gleiche Strategie auch umgekehrt anwenden. Wie das Sprichwort sagt: Wenn du sie nicht schlagen kannst, schließ dich ihnen an.

Niemand will für Fotos bezahlen, aber jeder will sie trotzdem haben.  Wenn überhaupt, dann ist die Fotografie gefragter denn je. Dieses Missverhältnis hat die Arbeitgeber dazu veranlasst, die Kenntnisse in der Fotografie in vielen Stellenbeschreibungen mit einzubeziehen: Kommunikations- und Medienberufe natürlich, aber auch in Branchen wie Leichtindustrie, Einzelhandel, Lebensmittel, Gastgewerbe, Wissenschaft und Technik sowie Reisen und Tourismus. Wer macht Bilder für Facebook, Instagram und dergleichen? Wer erfasst Kundenmeinungen für die Website? Wer dokumentiert den Bauprozess? Ihre Fähigkeiten in der visuellen Kommunikation können Sie zu einem wertvollen Bestandteil nahezu jedes Unternehmens machen.

Deshalb ist dies die erste Taktik, die ich empfehle, die Fotografie zu nutzen, um sich in einem überfüllten Markt hervorzuheben und einen guten Job zu bekommen. Fotografen haben so oft gehört, dass man als Freiberufler in einem Studio arbeiten muss, dass viele gar nicht erkennen, dass dies eine Möglichkeit ist und sogar eine sehr interessante. Diese Chance zu nutzen, bedeutet kontinuierlich die Fähigkeiten auszubauen die gefragt sind und darauf vorbereitet zu sein Chancen zu ergreifen ihre Fähigkeiten in Fotografie und Film anzuwenden.

Da wir gerade von gefragten Fähigkeiten sprechen, möchte ich Sie nachdrücklich dazu ermutigen, auch das Medium Film und Video zu erlernen. Film ist der natürlichste Weg, um Ihr Angebot zu diversifizieren.

Bauen Sie Ihr Kapital auf: Nebentätigkeit

Das Ziel bei einer Nebentätigkeit ist es, im Laufe der Zeit Ihre persönlichen, sozialen, technischen und künstlerischen Ressourcen aufzubauen. Bauen Sie Ihre Tätigkeit weiter aus und eines Tages haben Sie vielleicht eine ausreichend große Klientele, die Ihnen den Sprung von der Nebentätigkeit zur Fotografie als Hauptberuf ermöglicht. Oder vielleicht auch nicht, in diesem Fall haben Sie noch ein kleines Nebeneinkommen, das Ihnen Spaß macht, das ein bisschen mehr Geld einbringt und darüber hinaus interessant ist.

Bevor Sie eine Nebentätigkeit beginnen, stellen Sie sicher, dass Sie eine sichere Hauptbeschäftigung haben. Nicht bei jedem Job werden Sie die Möglichkeit haben nebenbei ein Business aufzubauen, aber ein sicheres Einkommen zu haben, das nichts mit der Fotografie zu tun hat ist sehr wichtig. Stellen Sie sicher, dass Sie in ihrem Hauptberuf, egal ob Voll- oder Teilzeit genug Geld verdienen, um ihre Grundbedürfnisse zu decken. So können Sie Durststrecken beim Fotografieren überstehen und aus einer stärkeren Position heraus verhandeln. Tuts+ Dozenten haben alle möglichen Jobs, einschließlich der Erstellung von Websites, Texte schreiben und editieren, Grafikdesign, Inhaber eines Cafés, unterrichten, administrative Aufgaben und Haare schneiden. 

Während das Fotografieren als Nebentätigkeit wahrscheinlich nicht viel Geld einbringt, lohnt es sich dennoch aufgrund der anderen Vorteile und Möglichkeiten, die es mit sich bringt. Das Fotografieren zwingt Sie zu lernen und zu wachsen, und nicht nur in Bezug auf die Fotografie. Sie lernen, wie Sie eine Website für Ihr Portfolio erstellen, eine Ausstellung veranstalten oder mit Fremden kommunizieren. Fotos zu schießen hält ihre Kreativität lebendig, hilft Ihnen neue Fähigkeiten zu lernen und am Leben in ihrer Gemeinde aktiv teilzunehmen. Zumindest bekommen Sie dadurch ihren Hintern hoch und gehen aus dem Haus!

Eine positive Rückkopplungsschleife hat eine starke Dynamik. Investieren Sie so viel Gewinn aus ihrer Nebentätigkeit wie möglich wieder in Ihre Fotografie. Workshops und Trainings, Business Development oder bessere Ausrüstung: Nutzen Sie die Aufträge, die Sie erhalten, um sich weiterzuentwickeln und mehr und bessere Aufträge zu bekommen. Konzentrieren Sie sich darauf die Aufträge zu bekommen, die Sie begeistern, und versuchen Sie, sich einen Namen für diese Art von Bildern zu machen.

Rent-Seeking: Fördermittel und Stipendien

Diese Einkommensquelle wird oft vergessen und missverstanden, aber sie kann sehr wirkungsvoll sein. In der Sprache der Ökonomie ist Rent-Seeking das Streben nach "wirtschaftlichem Gewinn von anderen ohne Gegenleistung für die Gesellschaft durch die Schaffung von Wohlstand". Mit anderen Worten, Sie erhalten Geld, ohne tatsächlich etwas zu produzieren oder etwas zu riskieren.

Wenn Sie Geld vom Staat bekommen können, um ihre Fotokarriere aufzubauen, ist das eine sehr sinnvolle Strategie. Nutzen Sie jede Möglichkeit des Rent-Seeking. Zuschüsse, Stipendien, steuerliche Anreize: das sind alles wesentliche Bestandteile dieser Mischung.

Die Unterstützung kann von allen Regierungsebenen kommen. Für neue Fotografen ist es meistens am einfachsten Geld von der Gemeinde zu bekommen. Informieren Sie sich über die regionale Wirtschaftsförderung und Kunstorganisationen. Es gibt oft Programme zur Unterstützung von Künstlern, die gerade anfangen ihr Gewebe aufzubauen. Sobald Sie einige Stipendien und Auszeichnungen erhalten haben, wird es einfacher, Unterstützung von größeren regionalen und nationalen Programmen zu erhalten. Diese größeren Programme prüfen normalerweise erst ihre bisherige Erfolgsbilanz, bevor sie Ihre Arbeit oder Ihr Projekt unterstützen.

Beachten Sie, dass Wettbewerbe mit Bargeldpreisen etwas anderes sind als Rent-Seeking, und ich rate Ihnen, dass Sie sich von den meisten davon fernhalten. Viele arbeiten nach dem Ponzi-System und sind weder Ihre Zeit noch die Startgelder wert. Wettbewerbe bei denen es um die Förderung ihrer Karriere geht und nicht um Geld (wie Photo Lucida's Critical Mass) sind lohnenswerter.

Illustration of a maple tree
Gefallen Ihnen die Baum Illustrationen in diesem Tutorial? Sie sind von der talentierten subtropica von Graphic River.

Eine tragfähige Karriere

Finden Sie Ihren unfairen Vorteil

Wenn Sie auf der Suche nach Investoren in Ihr Business sind, was ist das, was den Ausschlag geben und sie davon überzeugen könnte, zu investieren?  Was macht Ihr Business zu einer sicheren Sache? Was können Sie, was andere nicht können? Das ist Ihr unfairer Vorteil.

Wenn Sie nicht wissen was ihr unfairer Vorteil ist, dann ist das OK! Es dauert eine Weile, bis Sie Ihr Spezialgebiet gefunden haben und die richtige Kombination aus monetärer Unterstützung und Fähigkeiten zu finden, die Ihnen ein eigenständiges Foto Business ermöglicht. Wenn es etwas gibt, dass Sie von diesem Tutorial mitnehmen sollen, dann dass Sie sich die Zeit nehmen sollen, die Sie benötigen um ihr eigenes Foto Business aufzubauen, das für Sie funktioniert. Machen Sie weiter. Lernen Sie weiter, experimentieren Sie weiter, finden Sie die Menschen und die Arbeit, die Ihnen Freude bereiten, und bereiten Sie so den Weg zu einer Arbeit mit konstantem Einkommen. Scheuen Sie sich nicht, sich außerhalb traditioneller Förderungsmöglichkeiten und Businesspläne umzuschauen, damit es funktioniert.

Denken Sie langfristig

Zum Schluss möchte ich Sie nochmal daran erinnern, dass es zehn Jahre dauert eine Karriere in der Fotobranche aufzubauen, so dass Sie ausschließlich davon leben können. Seien Sie rücksichtsvoll zu sich selber auf dem Weg. Ehrlich gesagt, nur sehr wenige Menschen können einen Zehnjahresplan für sich selbst erstellen, an den man sich tatsächlich halten kann. Stattdessen können Sie eine Haltung oder einen Ansatz zur Entscheidungsfindung einnehmen, der es Ihnen ermöglicht, konsistente Entscheidungen für Ihre langfristigen Interessen zu treffen. Treffen Sie Entscheidungen, die Ihnen erlauben, weiter zu fotografieren, die Sie als Künstler wachsen lassen, die Ihr Geschäft gesund halten und sich auf das konzentrieren, was Ihnen wichtig ist. Denken Sie daran: Sie sind auf lange Sicht dabei.

Viel Glück!

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