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7 Darstellungstechniken für Nicht-Models

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Difficulty:BeginnerLength:LongLanguages:
This post is part of a series called How to Shoot Perfect Portraits.
Making Your Poses Work for You
Step-by-Step Guide to an Engagement Session

German (Deutsch) translation by Evelyn Schwarz (you can also view the original English article)

Nicht jeder arbeitet zusammen mit Models. Viele Fotografen sind berufstätig mit alltäglichen Menschen und wir müssen sie wie Models aussehen lassen. Also, wie schaffst du das, wenn die Zielperson keinerlei Erfahrung im Posieren oder Kontrollieren des eigenen Gesichts vor der Kamera hat? Hier sind sieben Tipps, um deine Porträtperson sich wie ein Model fühlen zu lassen.


1. Posiere die Haare

Üblicherweise betrachten wir Haare nicht als Teil unseres Körpers, den wir kontrollieren können, aber das kannst du wirklich! Wenn du eine Person mit langen Haaren fotografierst, dann wird schlechtes Haar das erste sein, was jeder an deinem Foto bemerkt. Es gibt keine allgemeinen Regeln, was am "besten" aussieht. Jeder wird mit unterschiedlichen Arten der Haare anders aussehen.

Lass uns annehmen, dass du eine einfache Porträtsitzung hast, ohne Maskenbildner und Haarkünstler. Das erste zum Erinnern ist, dass auf den Schultern sitzendes Haar furchtbar aussieht. Sitzt das Haar auf den Schultern, sieht es wild aus und du musst etwas damit machen. Es gibt fünf verschiedene Dinge, die sie mit ihren Haaren tun können.

benlucas_portrait_posing_1_hair
  1. Alle Haare hinter den Schultern.
  2. Alle Haare vor den Schultern.
  3. Alle Haare auf einer Seite.
  4. Alle Haare auf der anderen Seite.
  5. Zusammengebundene Haare.

Haare auf den Schultern (#1) sollten unbedingt vermieden werden. Alle anderen Haarstellungen haben einen Platz abhängig von deinem Model und der Optik, die du erreichen möchtest. Der Grund, dass ich das Haar auf beiden Seiten (#4 und #5) fotografiert habe, ist, dass der natürliche Teil des Haares einer Person auf der einen Seite besser aussieht als auf der anderen.

Normalerweise willst du den Teil, der zur Kamera schaut, sodass mehr von ihrem Gesicht beinhaltet ist. Für dieses Tutorial entschied ich mich für zusammengebundene Haare (#6), sodass wir einfacher und ohne Ablenkungen die Darstellungsanweisungen betrachten können. Viele Frauen sehen Pferdeschwänze als "Ruhetag"-Frisur an, aber tatsächlich eignen sie sich sehr schön für Porträts und Kopfaufnahmen, weil du einen sauberen Blick auf ihr Gesicht hast.


Ziehe das Kinn (oder die Ohren) nach vorne

Wenn sich jemand in seiner normalen, entspannten Haltung befindet oder sogar gerade steht, um eine angenehme Pose zu haben, gibt es eine kleine Speckfalte genau unter dem Kinn. Ganz egal wie dünn sie sind, du wirst das sehen. Wenn du Leuten sagst, das Kinn nach vorne zu bringen, was wie eine sinnvolle Sache klingt, werden sie mit ihrem Kinn auf dich zeigen, was jedoch ihr Gesicht nach oben zieht und dazu führt, dass du ihre Nasenlöcher fotografierst. (Nicht attraktiv.) Sage deinem Model stattdessen, die Ohren nach vorne zu ziehen.

benlucas_portrait_posing_2_chin

Dies demonstriert, bevor und nachdem du ihnen gesagt hast, die Ohren nach vorne zu bringen.

benlucas_portrait_posing_3_chin

Das gleiche Vorher und Nachher von der Seite. Manchmal nenne ich es "Turtling", weil sie sich wie eine Schildkröte fühlen, die aus ihrer Schale herauskommt. Es ist etwas unbequem und unnatürlich, aber die Resultate sind es immer wert.

benlucas_portrait_posing_4_chin

Dieselbe Technik mit einer männlichen Zielperson. Er war sehr fit und athletisch, aber unsere natürliche Haltung ist nicht sehr fotogen.


3. Hebe einen Arm an

Wenn Menschen sich in einer natürlichen Haltung befinden, ist eine andere Sache, die sie tun, flach mit den Armen an ihren Seiten zu stehen. Das führt zu mehreren Problemen. Erstens lässt es sie merkwürdig und unwohl im Foto aussehen. Zweitens drückt ihr Arm gegen den Torso. Dies quetscht den Arm nach außen und lässt ihn größer erscheinen, als er eigentlich ist.

benlucas_portrait_posing_5_arm

Du kannst dies korrigieren, indem du sie ihren Arm ein oder zwei Zoll anheben lässt, sodass er "schwebt" und nicht an sie gepresst ist. Alternativ kannst du ihre Hand so posieren, dass der Arm in einer anderen Position ist, zum Beispiel durch das Anlegen ihrer Hand an die Hüfte. In dem oberen Bild zeigt die rote Linie die Größe des Arms, wenn er nicht posiert ist. Exakt die gleiche rote Linie wurde auf das zweite Foto umgezogen, sodass du sehen kannst, wie viel kleiner der Arm wird, wenn er nicht gegen den Körper angelehnt ist.


4. Lass visuellen Platz zur Taille

Jeder liebt es, dünn auszusehen. Einer der Dinge, die du tun kannst, um die Person zu trimmen, ist, ihnen ihre "natürliche" Taille zu geben, ohne irgendwelche Zusätze. Was ich damit meine ist das optische Isolieren ihres dünnen Abschnitts des Torsos, sodass sie so schlank aussehen, wie sie sind. Ich habe mein Model ihre Hände an ihre Hüften legen lassen. Das erste Foto zeigt keine weiteren Haltungen. Der hintere Arm hat keinen Platz zwischen ihm und den Torso, so wird optisch ihre Mittelzone vergrößert. Durch das leichte Vorziehen ihres Armes siehst du diesen Platz, so hat die Taille nichts, was visuelle Masse zufügt.

benlucas_portrait_posing_6_waist

Die rote Linie zeigt die optische Breite der Person auf dem ersten Foto. Sie wurde auf das zweite Foto kopiert, um zu zeigen, wie viel Breite der Arm tatsächlich hinzufügt. Diese Regel kann nicht nur auf Arme angewendet werden. Alles, was im Hintergrund der Person sein wird und sie größer erscheinen lässt, kann ein Übeltäter sein. Einige Beispiele sind andere Leute, Baumstämme oder Lichtmasten.


5. Drehe die Schultern

Dies ist ein sehr simpler, aber wichtiger Tipp. Wenn dein Motiv direkt zur Kamera schaut, sieht es größer aus. Dies kann hilfreich sein zum Fotografieren eines Footballspielers oder CEO eines großen Unternehmens, aber es ist nicht geeignet zum Fotografieren von Beauty oder Porträts. Durch das sich drehen lassen der Person zeigt sie ein schlankeres Profil von ihr selbst zur Kamera und erscheint dünner.

benlucas_portrait_posing_7_shoulders

Die rote Linie zeigt die volle Breite des Models beim genauen geradeaus Stehen. Eine kleine Drehung zur Seite ergibt ein Foto, dass noch immer ein zur Kamera schauendes Motiv hat, aber mit einem kleineren Profil.


6. Zeige nicht das Weiß der Augen

Wenn du einen weit entfernten, verträumten Anblick möchtest und dich entscheidest, die Person von der Kamera weg schauen zu lassen, sage ihr nicht, "nach da drüben" zu gucken. Gib ihnen ein Objekt hinter dir zum Fokussieren, sodass du ihre Augenlinie kontrollieren kannst.

benlucas_portrait_posing_8_eyes

Beim ersten Foto sagte ich dem Model, zur Tür neben uns zu schauen. Du kannst den Großteil des Weißes ihres Auge sehen, was eine schlechte Sache ist. Du willst die Iris sehen, den gefärbten Teil. Ich habe sie aus dem Fenster neben der Tür schauen lassen. Diese kleine Änderung der Augenlinie bringt ihre Augen zurück, wird den weißen Teil los und ergibt ein ansprechendes Porträt.


7. Lass die Nase nicht über das Gesicht hinaus gehen

Das ist ein wenig komplizierter, aber trotzdem wichtig. Wenn du nicht willst, dass dein Motiv gerade aus zeigt, musst du sie sich zur Seite drehen lassen. Angenommen, dass du kein ganzes Profil möchtest, wo nur eine Seite des Gesichts zu sehen ist, werden sie bei einer Vierteldrehung mit beiden Augen im Bild sein. Wenn du eine imaginäre Linie nach unten entlang ihres Gesichts zieht, ist diese Linie die Linie, die nicht von der Nase überquert werden darf.

benlucas_portrait_posing_9_nose

Wenn sie sich zu weit drehen und die Nase diese Linie kreuzt, "bricht" sie die natürliche Kurve des Gesichts. Es erzeugt den "Pinocchio"-Effekt und erweitert die Länge ihrer Nase. Du kannst dies vermeiden, indem du sie sich leicht zu dir zurückdrehen lässt, bis du ein wenig Platz zwischen der Nasenspitze und der Seite des Gesichts siehst. Du willst diese Linie nicht überqueren oder es wird sie erscheinen lassen, als hätten sie eine unverhältnismäßige Eigenschaft des Gesichts.


Alles zusammenbringen

benlucas_portrait_posing_10

Hier ist eine Checklist, der du für dein nächstes Foto folgen kannst.

  • Haare sind hinter einer Schulter und vor der anderen
  • Kinn zeigt nach vorne, um eine starke Kieferpartie zu erzeugen
  • Arm ist vom Torso angehoben
  • Taille hat keine optischen Erweiterungen
  • Schultern sind gedreht
  • Mehr von der Iris zu sehen als vom Weiß
  • Nase bricht nicht die Linie des Gesichts

Was habt ihr getan, um alltägliche Leute sich wie Models fühlen zu lassen? Lass mich wissen, was du mit diesen Tipps anstellen konntest und teile es in den Kommentaren.

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