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Photography

5 Inspirationen für Stilllebenfotos zum Nachmachen

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German (Deutsch) translation by Beatrice Hermanns (you can also view the original English article)

Stillleben bieten eine Fülle an Möglichkeiten, um gewöhnliche Gegenstände in ein fantastisches Foto zu verwandeln. Fünf Stillleben sollen Sie an dieser Stelle inspirieren und Ihnen zeigen, wie Sie Ihr eigenes Meisterwerk schaffen können!

Warum Stillleben?

Seit Stillleben im späten 16. Jahrhundert im Westen als Gemälde populär wurden, haben Künstler sie geschätzt. Diese Bilder bildeten gruppierte leblose Gegenstände ab, die auf ansprechende Weise aufgestellt oder angeordnet waren; typische Dinge wie Blumen oder Speisen.

Produktfotografie kann als eine Form des Stilllebens betrachtet werden; das gilt auch für Setups ohne Model, die man oft in Zeitschriften oder Zeitungen sieht. Wenn Sie Produkt- und Werbefotografie nicht reizt, heißt das nicht unbedingt, dass Sie an Stillleben keinen Gefallen finden können. Es erlaubt sehr viel mehr Flexibilität als andere Arten von Fotografie, weil man jeden Aspekt kontrollieren kann: man kann die Szene arrangieren, auswählen, was auf dem Bild sein soll, wie es beleuchtet werden soll und so weiter.

Was Sie benötigen

Da Stillleben unterschiedlich sind, abhängig von Motiv und Vorstellung, benötigen Sie nicht unbedingt eine Spezialausrüstung, um sich an dieser Art der Fotografie zu erfreuen. Eine Kamera ist selbstverständlich, aber hier sind noch ein paar andere Vorschläge, die nützlich sein könnten:

Reflektoren

Reflektoren sind großartig, um Licht reflektieren zu lassen oder es abzuschwächen. Wände und Decken können zwar gute Reflektoren sein; wenn Sie aber etwas Tragbares bevorzugen und keine kaufen möchten, sind sie auch günstig und leicht zu erstellen. Probieren Sie es mal mit Pappe oder Alufolie.

Blitzgerät, Speedlight oder Studiolampen

Hoffentlich haben Sie ausreichend natürliches Licht, aber wenn nicht, dann können ein Blitz oder einige kleine Lampen (z.B. Makro-/Produktfotolampen) helfen, eine kleine Szene problemlos zu beleuchten. Kombinieren Sie sie mit den Reflektoren, die Sie gerade zusammengetragen haben und Sie werden eine Beleuchtung wie auf einem Jahrmarkt erhalten.

Requisiten

Das ist das Beste, denn alles ist möglich! Plündern Sie den Obstkorb, pflücken Sie Blumen in Ihrem Garten, stöbern Sie auf einem Flohmarkt oder einem Wohltätigkeitsmarkt nach ungewöhnlichen und wunderbaren Stücken - die Welt liegt Ihnen zu Füßen. Stellen Sie Gegenstände zusammen, die hinsichtlich Farben und Struktur zusammenpassen.

Ein gutes Motiv

Wie bei allem in der Fotografie benötigen Sie ein gutes Motiv als Schwerpunkt Ihres Bildes. Nicht alles sieht in Schwarz-Weiß gut aus, aber das Großartige am digitalen Fotografieren ist, dass man diese Entscheidung später treffen kann. Dennoch ist es sinnvoll, erst darüber nachzudenken, was man fotografieren möchte.

Inspiration

Kaffee

coffee
Bild: Photodune

Kaffeebohnen sind als Fotomotiv unheimlich zufriedenstellend; die Struktur und Wärme, die sie ausstrahlen sind wundervoll. Der Fotograf hat die Bohnen hier mit einer weißen Tasse kombiniert, die einen guten Kontrast zum warmen Holz und dem Jutesack bildet. Ich denke, dass es ohne den metallenen Löffel und die Schaufel noch besser ausgesehen hätte, aber die Gegenstände sind dennoch großartig kombiniert und passen gut zusammen.

Stifte

pencils
Bild: Photodune

Ich mag die Schlichtheit dieses Fotos; es ist ein gutes Beispiel dafür, wie man aus gewöhnlichen Gegenständen ein wirklich interessantes fotografisches Motiv machen kann, ohne etwas hinzuzufügen. Dank der Drittelregel ist das Bild gut komponiert und die geringe Schärfentiefe betont das spitze Motiv perfekt.

Blumen

flowers
Bild: Photodune

Blumen sind sehr beliebte Stilllebenmotive und es ist kein Wunder, wenn sie jede Szene auflockern. Das Fenster mit den unscharfen Blumen als Bokeh im Hintergrund fügt dem Bild eine weiche, kühle und klare Stimmung zu. Die warmen Farben der Blumen bilden dazu einen guten Kontrast. Das Motiv in eine Porzellantasse zu stellen anstatt in eine Vase oder in ein Glas, ergibt eine hübsche Note und passt gut zu der klaren Umgebung.

Lebensmittel

food
Bild: Photodune

Lebensmittel sind ein weiteres beliebtes Motiv der Stilllebenfotografie. Dieses Bild ist ein gutes Beispiel für ein thematisches Motiv. Die "Milcherzeugnisse" fallen sofort ins Auge. Es ist vorteilhaft, dass die Farben gut zusammenpassen und der einfache Hintergrund trägt dazu bei, dass das Bild trotz der vielen Gegenstände nicht überladen aussieht.

Bier

beer
Bild: Photodune

Ein Stillleben entsteht nicht nur durch ein eigenes Setup; auch wenn man unterwegs ist, kann man eine perfekte Szene entdecken. Der Lichteinfall in diesem Foto hebt das Hauptmotiv hervor, aber wirft auch einen schönen gelblichen Schein durch das Bier und macht so die Szene wärmer.

Technik

Gegenstände

Es kann knifflig sein, zu wissen, was man zusammenstellen kann, aber solange man ein Thema hat, sollte das Bild gut aussehen. Das Thema muss keine Gegenstände umfassen, die zusammengehören; es kann zum Beispiel auch auf Farben, Struktur oder Formen basieren.

Wenn Sie mit Stillleben oder der Fotografie selbst erst beginnen, dann ist es am besten, reflektierende oder glänzende Dinge zu vermeiden, weil sie schwieriger zu fotografieren sind.

Ordnen Sie möglichst keine Hauptgegenstände in der Mitte des Bildes an. Das könnte zum Beispiel das größte oder hellste Objekt sein. Wenn Sie nicht absichtlich eine mittige Komposition gewählt haben (wie auf dem Blumen-und Teetassenbild oben), sollten Sie es vermeiden, Objekte, die unmittelbar die Aufmerksamkeit auf sich ziehen, in die Mitte zu platzieren. Zögern Sie nicht, Ihre Gegenstände zu verschieben, solange ihr Bild nicht richtig aussieht.

Hintergründe

Ein schlechter Hintergrund kann ein großartiges Stillleben ruinieren. Denken Sie an Dinge, die Ihr Motiv ergänzen. Wenn Sie zum Beispiel Kaffeebohnen fotografieren, eignen sich warme Farbtöne und raue Textilien (wie Jute). Sie können so viele verschiedene Kombinationen ausprobieren, wie Sie wollen. Sie haben es in der Hand.

Sie benötigen keine teuren Studiohintergründe für ein tolles Foto. Versuchen Sie, Ihren eigenen Hintergrund zu erstellen, indem Sie Scrapbookingpapier, Tapete, Stoff oder Leinwand verwenden. Im Allgemeinen sollten Sie einen dunklen Hintergrund für hellere Gegenstände verwenden, und umgekehrt.

Sie können auch die Helldunkeltechnik einsetzen. Verwenden Sie dunkle Platten (wie eine alte Schiefertafel), um Licht abzuschirmen und Ihr Motiv aus nur einer Richtung direkt zu beleuchten. Dies erzeugt im Wesentlichen einen sehr hohen Kontrast und greift auf einen Malstil der Renaissance zurück.

Verwenden Sie einen Weichzeichner

Wenn Sie abblenden, können schöne verschwommene Hintergründe und Bokeh entstehen. Wenn Sie eine größere Blende gebrauchen, müssen Sie ggf. die Belichtungszeit verlängern; dies wiederum erfordert ein Stativ, um verwackelte Bilder zu vermeiden.

Weniger ist mehr

Es kann sehr verführerisch sein, in kreativer Hinsicht ein wenig zu übertreiben, wenn man die Szene vollkommen unter Kontrolle hat. Plötzlich zieht man jeden Kunsthandwerksgegenstand hervor, den man irgendwann bei einem Lagerverkauf erstanden hat, in der Hoffnung, ein Meisterwerk zu erschaffen. Es macht sich meistens besser, Dinge wegzulassen und erspart eine Menge Zeit, Anstrengung und wahrscheinlich auch Frust!

Vermeiden Sie Details im Hintergrund, damit die Szene nicht überladen ist oder von Ihrem Motiv ablenkt. Natürlich aussehende Hintergründe wie Wände oder Zäune machen sich sehr gut, wenn sie mit Blumen oder Gemüse kombiniert werden.

Erzählen Sie eine Geschichte mit Ihren Bildern. Was möchten Sie mitteilen? Sie können aus mehreren ähnlichen Bildern eine visuelle Geschichte machen, indem Sie sie in ein Diptychon oder Triptychon einbauen.

Komposition

Probieren Sie, Ihre Fotos aus interessanten Blickwinkeln heraus zu machen. Wahrscheinlich wollen Sie den Rahmen mit Ihrem Motiv füllen, aber das heißt nicht, dass sie geradeaus fotografieren müssen. Steigen Sie auf eine kleine Leiter, um einen höheren Standpunkt zu bekommen oder begeben Sie sich auf den Boden und richten die Kamera nach oben, um das Gefühl für Größe zu verzerren.

Es gibt auch eine Technik namens "Flat-Lay-Komposition", bei der man die Gegenstände so anordnet, dass man sie von oben herab fotografiert. Das kann erfrischende neue Perspektiven auf Alltagsgegenstände ergeben; Tee in einer Tasse zum Beispiel anstelle die Tasse von der Seite aus zu sehen. Geometrische Formen eignen sich gut, um damit aus diesem Winkel zu spielen.

Licht zerstreuen 

Ich erwähnte bereits den Einsatz von Blitz oder extra Lampen. Ein Diffuser zerstreut das Licht, damit man keine harten Schatten bekommt. Wenn Sie keine Softbox oder keinen Diffuser haben, versuchen Sie es mit weißem Musselin oder ähnlich leichtem Stoff, den Sie an Fenster oder Lampen hängen können. Seien Sie jedoch vorsichtig, wenn Sie etwas in die Nähe einer heißen Lampe hängen; vermeiden Sie direkten Kontakt.

Schatten ist ebenso wichtig wie Licht und offensichtlich beeinflussen sie sich gegenseitig; überlegen Sie sich, wie stark und "gegenwärtig" Sie die Schatten haben wollen. 

Makrofotografie

Mit Hilfe von Makros (oder Nahaufnahmen) erhält man Stillleben aus einer ganz neuen Perspektive. Es erfordert extra Ausrüstung, aber nicht zwingend ein Makroobjektiv. Wenn man näher herangeht, braucht man weniger Gegenstände, aber es ist leichter, den Rahmen zu füllen. Lassen Sie andere Teile des Gegenstandes unscharf erscheinen und verwenden Sie sie als Hintergrund. Zum Beispiel eine Nahaufnahme von einer kleinen Blume in einem Strauß, wobei der Rest verschwommen im Hintergrund erscheint.

Mögliche Probleme 

Es braucht ein wenig Übung, interessante Motive und Gegenstände zu finden, die gut zueinander passen. Wenn Sie wenig Geduld besitzen, können Sie zu Anfang nach draußen gehen und Motive suchen anstatt sie selbst zusammenzustellen. Das nächste Mal, wenn Sie sich mit jemandem zum Kaffeetrinken treffen, arrangieren Sie die Tassen, den Zucker und die Milch auf dem Tisch zu einem schönen Stillleben.

Suchen Sie online nach Inspiration; schauen Sie, was andere gemacht haben, was gut wirkt und versuchen Sie, es mit Ihren eigenen Ideen nachzumachen.  Letztendlich werden Sie intuitiv merken, was gut zusammenpasst und was nicht. Bis dahin probieren Sie geduldig aus! Vielleicht erhalten Sie ein paar unerwartete und schöne Ergebnisse.

Die besten Tipps für Stilllebenfotos 

  1. Wählen Sie Gegenstände aus, die zu einem Thema gehören oder eine Geschichte erzählen.
  2. Setzen Sie Diffuser ein, um das Licht zu streuen.
  3. Halten Sie den Hintergrund schlicht und einfach. 
  4. Gebrauchen Sie eine große Blende, um den Hintergrund verschwimmen zu lassen. 
  5. Wählen Sie eine einzigartige Komposition; versuchen Sie auf Ihre Motive herabzuschauen. 

Weitere Quellen 

  • Wie man Fotos von Sammlungen macht: Bei der Arbeit mit Sammlungen denkt man über Licht und neue Möglichkeiten der Fotografie nach
  • Wie man interessante Lifestyle-Produktfotos macht: Bei jedem Lifestyle-Produktfoto ist der Kontext ebenso wichtig wie das Produkt. Ihre Bilder illustrieren das hochwichtige Versprechen.
  • 10 Tips für Stilllebenfotografie: Zu Beginn der Fotografie musste die Belichtung sehr lange sein; statische Objekte eigneten sich ideal als Motiv. Auch wenn sich die Technik weiterentwickelt hat, bleibt die Faszination für Stillleben bestehen und ist heute immer noch eine der rentabelsten Berufe der Fotobranche.

Abschließende Gedanken

Stilllebenfotografie bietet tolle Möglichkeiten, kreativ zu sein. Sie bildet eine willkommene Abwechslung, wenn man auf der Suche nach anderen Themen ist. Ich habe oft ein Stillleben aufgestellt, nachdem mir eine Landschaftsaufnahme nicht gelungen war. Es kann sehr befriedigend sein, wenn man von einer Situation, in der man wenig bis keine Kontrolle hat, in eine wechselt, in der man alles regeln kann. Es ist auch eine großartige Inspiration für einen Regentag.

Vielleicht ist es zunächst schwierig, eine Entscheidung über das Motiv zu treffen: was passt zusammen? Was möchte man mit seiner Komposition aussagen? Gestalten Sie das Foto einfach und denken Sie thematisch; nicht nur, ob die Gegenstände in Wirklichkeit zusammenpassen, sondern denken Sie auch an Farben und Strukturen. Herumprobieren gehört dazu und kann selbst einige großartige und unerwartete Ergebnisse liefern.

Es könnte leichter sein, mit Stillleben draußen zu beginnen anstatt sie selbst zu erstellen. Orte wie Cafés eignen sich gut, um Inspiration von Gegenständen zu bekommen, die schon mehrfach ausprobiert und getest wurden.

Wenn Sie Ihre eigene Komposition erstellen, denken Sie daran, große sichtbare Objekte aus der Mitte rauszuhalten (was sei denn, das ist Ihre Absicht) und zu überlegen, wie die Szene beleuchtet werden könnte. Diffuser zerstreuen Licht, aber wenn Sie hohen Kontrast wollen, versuchen Sie es mit direktem Licht und dunklem Hintergrund, um Dramatik zu erzeugen.

Fotografieren Sie von oben für eine Flat-Lay-Komposition, die ihre eigenen Herausforderungen hat, aber sehr lohnenswert sein kann. Gebrauchen Sie diese Technik als Plattform, um Gegenstände so darzustellen, wie wir sie normalerweise nicht sehen.

Für interessante Nahaufnahmen oder geringe Schärfentiefe, versuchen Sie mal Makroobjektive oder Alternativen, um den Hintergrund verschwimmen zu lassen oder eine neue Seite Ihres Motivs aufzuzeigen.

Stillleben trainiert die Kreativität und man hat eine größere Kontrolle über seine Arbeit. Wenn Sie nach einer Entschuldigung suchen, um damit zu beginnen, denken Sie doch darüber nach, das Ergebnis als Druck oder Leinwand für zuhause erstellen zu lassen. Auf diese Weise können Sie über Farben, Strukturen und Themen nachdenken, die zu Ihrem Raum passen - das ist ein guter Start.

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