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Wie man ein gut aussehendes Tabletop-Foto (Stillleben) erstellt

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Difficulty:IntermediateLength:MediumLanguages:

German (Deutsch) translation by Beatrice Hermanns (you can also view the original English article)

Ein Stillleben - ein Foto von Dingen - zu fotografieren macht Spaß und ist eine Herausforderung und außerdem eine großartige Möglichkeit, eine Geschichte zu erzählen. In diesem Tutorial geben wir dir ein paar Tipps, wie man ein fesselndes und visuell interessantes Stillleben erstellen kann, von der Konzeption bis hin zur Bearbeitung des Bildes.

1. Bevor du anfängst

Thema und Gegenstände auswählen

Ein Thema oder eine Idee für ein Stillleben trägt zu einer besseren visuellen Wirkung des Fotos bei, aber die Gegenstände des Stilllebens müssen nicht unbedingt miteinander zusammenhängen. Man kann Gegenstände in Gruppen anordnen, weil sie zusammen besser aussehen oder sie derselben Farbpalette angehören oder weil sie vielleicht eine Geschichte erzählen. Was auch immer es ist, es sollte etwas geben, das sie miteinander verbindet.

Ich wollte gerne ein Stillleben zum Thema Kaffee erstellen. In Großbritannien ist es Winter und dunkel und ein Kaffee-Stillleben erschien mir als etwas gemütliches. Zunächst habe ich Gegenstände zusammengestellt, die ich hatte:

  • eine Kaffeekanne
  • einige Kaffeebohnen
  • ein oder zwei nette Tassen

Danach habe ich überlegt, welche Farben zu den braunen Kaffeebohnen passen. Ich habe viele Zimmerpflanzen und eine davon steht in einem braunen Topf mit einer Tasse darauf: perfekt! Grün- und Brauntöne also für die Farbpalette.

Mir war bewusst, dass ich unterschiedliche Höhen benötigen würde; ich fand einen Satz klassischer Bücher in Grün, die schlicht genug waren, um nicht vom Thema abzulenken, aber auch zur Farbpalette passen und einen eigenwilligen Charm hinzufügen.

Visualisierung: Sich ein geistiges Bild machen

Nimm ein Stück Papier und erstelle eine Liste mit den Dingen, die du hast. Schreibe auf derselben Seite Merkmale, Eigenschaften, Gefühle, Empfindungen oder Gedanken auf, die dir einfallen, wenn du an die Gegenstände denkst. Sortiere sie noch nicht aus, sondern lass die Assoziationen einfach auf dich zukommen und schreibe sie auf.

Wenn du gut zeichnen kannst, kannst du auch ein oder zwei Skizzen erstellen, um dir besser vorstellen zu können, welches Bild du erstellen möchtest. Grobe Skizzen genügen. Befestige sie zunächst an deiner Liste und hole sie später, wenn du dasFoto machst, zusammen mit den Skizzen dazu.

Diese ersten Eindrücke dienen als Erinnerungsstütze und helfen dir, deine Absichten in deinem endgültigen Foto auszudrücken.

Belichtung zusammenstellen

Natürliches Licht ist prima. Hinter mir waren Terassentüren, die auf jeden Fall hilfreich waren, aber vielleicht benötigst du noch mehr Licht. Ich habe zwei batteriebetriebene LED-Lampen auf beiden Seiten der Komposition aufgestellt.

Achte auf tiefe Schatten (es sei denn, du möchtest das) und auf helle Flecken auf glänzenden Oberflächen, wo das Licht Spitzlichter ausbleichen kann.

Wenn du Schwierigkeiten hast, versuche es mit einem Speedlight, Ringblitz oder Stativ.

2. Vorbereitung der Szene

Du solltest nicht nur an die Zusammenstellung der Gegenstände denken, sondern auch an ihre Unterlage und den Hintergrund. Ich habe meinen Esstisch gegen die Wand geschoben, habe ein Bild von der Wand genommen und einige Jutetaschen aufgehängt, weil ich dachte, das würde die Töne ergänzen:

first attempt at setup
Der erste Versuch ... nicht so toll.

Es passte nicht. Es sah fürchterlich aus. Außerdem war ich mit der Komposition nicht zufrieden. Der Hintergrund des Fotos sollte zum Thema passen oder schlicht und glatt sein; schließlich soll die Aufmerksamkeit der Betrachter nicht darauf gelenkt werden.

Fehlersuche

Am meisten Zeit verbringt man oft mit den Einzelheiten der Tabletop-Aufnahme, bis alles einigermaßen aussieht. Hole deine Liste und die Skizzen: Wenn du eine genaue Vorstellung oder ein Bild im Kopf hast, dann macht dieser Prozess der Optimierung und Korrektur Spaß. Weniger natürlich, wenn dem nicht so ist.

Die Wände meines Esszimmers sind hellgrün, daher wusste ich, dass ich sie als Hintergrund benutzen konnte, aber ich brauchte eine gewisse Höhe, um über den Heizkörper zu kommen. Ich stellte einen kleinen auf den größeren Tisch.

set up two
Zweiter Versuch. Viel besser!

3. Komposition und Aufnahmen

Wenn sich alle Gegenstände an der richtigen Stelle des Aufbaus befinden und alles mehr oder weniger gut aussieht, kann man sich um die endgültige Komposition kümmern.

Ich habe die Komposition der Gegenstände beim zweiten Aufbau noch einmal angepasst. Vielleicht musst du mehrere Anpassungen vornehmen, bis du mit der Lösung zufrieden bist. Ich fand es hilfreich, mit meinem Telefon Fotos zu machen und diese zu vergleichen, denn so konnte ich schneller Entscheidungen treffen, als jedes mal die Spiegelreflexkamera aufzubauen.

Denk daran, dich zu bewegen

Du solltest dir auch überlegen, von wo aus du das Bild machen möchtest: auf Augenhöhe, von unten oder oben? Ich habe auf Augenhöhe fotografiert, habe dann aber auch einen kleinen Hocker benutzt, um ein paar Fotos von oben zu machen, allein, um ein paar Möglichkeiten auszuprobieren. Denk daran, einige Fotos sowohl quer als auch hochkant aufzunehmen und zu überlegen, was besser passt.

Wie du aufnimmst, hängt auch von deinem Objektiv ab; ich habe ein Standard-50-mm-Objektiv benutzt. Zusätzlich habe ich ein paar Nahaufnahmen einiger Details mit einem 90-mm-Makroobjektiv gemacht. Ich komme darauf zurück.

4. Bearbeitung der Tabletop-Fotos

Grundlegende Anpassungen und Bereinigungen

Adobe Camera RAW

Nimm zuerst ein paar Veränderungen in Adobe Camera RAW vor (wenn du in RAW fotografierst) und passe dabei die Belichtung, die Schatten und Lichter u.dgl. an. Ich nehme an, dass du nicht etwas zu Dramatisches möchtest, versuche daher ein hübsches, ausgeglichenes Bild zu machen. Du kannst hier auch die Farben anpassen, aber ich finde es besser, dafür die Nik Collection zu benutzen.

before and after in RAW
Vorher und nachher in Adobe Camera RAW

Adobe Photoshop

Öffne dein Bild in Photoshop oder der Bearbeitungssoftware, die du üblicherweise benutzt, um etwas im Hintergrund zu beseitigen, das da nicht hingehört. Bei mir waren das ein anderes Bild, Flecken auf dem Objektiv und ein Abdruck auf der Wand, wo ich einen Bilderrahmen entfernt hatte.

before cleanup
Vor dem Bereinigen

Ich habe das Klonenwerkzeug und den Bereichsreparaturpinsel benutzt, um das Bild aufzuräumen, aber auf dem Hintergrund befanden sich immer noch ein paar Streifen an den Stellen, an denen (kein) Licht aufkam. Wenn das bei dir ähnlich ist, kannst du dies reparieren, indem du den Hintergrund mit der Schnellauswahl auswählst und den Weichzeichner benutzt, um unordentliche Bereiche, die sehrhervorstechen, zu vermischen. Dann habe ich den Farbaufnehmer benutzt, um die Farbe des Hintergrunds auszuwählen und habe auf einer neuen Ebene gemalt; ein paar Dinge habe ich mit der Ebenenmaske aufgeräumt.

after the cleanup
Nach dem Bereinigen

Wenn du gute Augen hast, hast du vielleicht gesehen, dass auf meinem Pflanzentopf „Tee“ steht, und da ich pingelig bin, habe ich das auch wegretuschiert.

Farben anpassen

Ich füge gerne einen Moderner-Film-Filter aus Colour Efex Pro der Nik Collection dazu. Wenn du dich für einen Filmeffekt entschlossen hast, kannst du die Empfindlichkeit und die Sättigung einzelner Farben bestimmen.

colour efex
Colour Efex aus der Nik Collection

Ziel ist es, die Regler vorsichtig zu bewegen, um eine allgemein angenehmere Farbe zu erhalten und das Bild zu tonen. Bei meinem Bild wollte ich bei den Erdtönen bleiben, deshalb habe ich dafür gesorgt, dass Blau- und Magentatöne entsättigt werden; darüber hinaus habe ich den Pflanzenblättern Gelbtöne entzogen.

Wenn du die Nik Collection nicht hast, kannst du einen ähnlichen Effekt mit der selektiven Farbkorrektur erzielen (manchmal füge ich sowieso eine Ebene für weitere Optimierungen hinzu). Wähle jede Farbe aus und verschiebe die Regler solange, bis du ein schöneres Farbengleichgewicht erhältst.

add a selective colour layer
Neue Ebene Selektive Farbkorrektur hinzufügen
after the selective colour has been applied
Nachdem die Ebene Selektive Farbkorrektur hinzugefügt wurde

Man kann in dem Nachher-Foto sehen, dass die Gelbtöne schwächer sind.

Danach habe ich zwei Kurvenebenen eingefügt. Die erste (bei 66% Deckkraft) sieht so aus; es ging darum, die allgemeine Helligkeit des Bildes über die Mitteltöne und einige Schattenbereiche zu erhöhen - damit sollte es heller und flacher werden.

brighten the image with a curves layer
Das Bild mithilfe einer Kurvenebene erhellen

Eine zweite Kurvenebene dient als Ergänzung und sieht so aus:

Mit dieser Kurven-Ebene erhältst du einen Matteffekt im Schattenbereich, indem diese erhöht werden und die restlichen Töne bleiben, wie sie sind. Diese Lage liegt unterhalb der ersten Kurven-Ebene und besitzt eine Deckkraft von 58%.

5. Endgültiges Bild

Ich dachte, dass meine Komposition am besten in einem quadratischen Format zur Geltung kommen würde, aber ich habe noch viel Raum in der Komposition gelassen. Damit bleibt das Original flexibel, mit genug Platz für Text oder einen anderen Zuschnitt.

finished still life
Das fertige Stillleben

Weitermachen

Einer der Gründe für Nahaufnahmen von Ausschnitten deiner Komposition ist, dass diese eine gute Ergänzung bilden können, vor allem, wenn man ein Diptychon oder Triptychon erstellen möchte. Ich habe Folgendes ausprobiert:

Auf diese Weise kann man seine Bilder interessanter machen und als kostenlose Kunstwerke im eigenen Zuhause aufhängen oder sogar verkaufen, zum Beispiel an ein Café!

Weitere Inspirationen für Stillleben

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